Kirchenbauten

 

Der Bau von Kirchen stößt bei Dritte-Welt-Aktivisten häufig auf Widerspruch, ihnen erscheinen die unmittelbaren Investitionen in Entwicklungsprojekte sinnvoller da „nutzbringender“. Wir haben auf unseren Guatemalareisen aber zwei Dinge kennengelernt: zum einen den tiefen Glauben, den die Indigenas haben und in dem sie Halt und Orientierung in ihrem weiß Gott nicht einfachen Leben finden. Zum anderen sprießen die evangelikalen Sekten wie Pilze aus dem Boden - sie selbst wollten bis zum Jahr 2000 die Hälfte der Guatemalteken „missioniert“ haben. Ob das erreicht wurde oder nicht ist zweitrangig, wichtig ist aber auf jeden Fall, dass man den evangelikalen Verkündigungen („alles ist Gottes Wille“ und „das Paradies findet sich nicht auf dieser Welt“ - die herrschende Oberschicht ist natürlich begeistert ob solcher „stabilisierender Faktoren“...) eine auch sichtbare wirkliche christliche Verkündigung entgegenhält. Und da spielt ein adäquater Kirchenraum eine nicht unerhebliche Rolle, das war in unserer Diaspora in Deutschland in den Nachkriegsjahren nicht anders. Natürlich ist es ein Stück weit so, dass für Pedro die Kirchbauten wie „seine Kinder“ sind. Für die Kirche ist beides gleichermaßen wichtig: die Kinder als Kirche von morgen, aber auch der Kirchenraum als Verkündigungsort von heute! 






Kirche in Cabricán

Architektonisch an die Mayapyramiden (Himmelstreppen)angelehnt




Kirche in Nuevo Cabrican

Landreformprojekt im Pazifischen Tiefland





Kirche in Cayo Quemado 

Kirchengemeinde am Rio Dulce (Karibik)





Kirche in Zunil

Kirchengemeinde im tropischen Norden an der Grenze zu Mexiko (Ixcan)







Kirche in San Andés

Unterhalb des Vulkans Fuego, dessen Form im Dachbogen aufgegriffen wurde




Zudem ist es schön, hier in Guatemala auch noch Kirchen zu sehen, die wirklich aus den Nähten platzen! Dies hat in Cabrican zu einem größeren Umbau der Kirche geführt, in Neu-Candelaria konnten wir den Bau einer kleinen Kirche mitfinanzieren. Bislang diente ein einfacher Lagerraum als Kirche.

Bei beiden Projekten haben wir eng mit ADVENIAT zusammengearbeitet. Insbesondere der Kirchenbau in Neu-Candelaria, 2016 begonnen, wäre ohne die Unterstützung seitens ADVENIAT nicht möglich gewesen.

Hier kommt uns das gute Netzwerk von Padre Pedro noch heute zu gute. Die Ortsbischöfe von Quetzaltenango, Monsenor Molina Palma und von Cuilapa, Monsenor Bernabe Sagastume kennen Padre Pedro noch persönlich sehr gut und unterstützen unsere Anträge bei ADVENIAT gerne mit ihren Empfehlungsschreiben. 


Die neue Kirche auf der Finca Neu-Candelaria wird von den Gemeindemitgliedern weitgehend in Eigenregie gebaut. Das Baumaterial und der Architekt werden von ADVENIAT bezahlt.  


Im November 2017 durfte Johannes Schockenhoff in der neuen Kirche in Nueva-Candelaria einen schönen Gottesdienst mit dem für Nueva-Candelaria zuständigen Pfarrer Padre Raul Monterrosso und den Familien von Nueva-Candelaria feiern.