Ixcán

Die Gemeinde Ixcán liegt im Nordwesten Guatemalas nahe der Grenze zu Mexiko, zur dortigen Region Chiapas, die durch die Freiheitsbestrebungen der dortigen indianischen Bevölkerung bekannt ist. Ixcán liegt bereits im subtropischen Tiefland, die Straßen sind ab Huehuetenango, der letzten großen Departement-Hauptstadt im Norden, nicht mehr geteert. Seit zwei Jahren führt eine große Brücke, die von schweizer Entwicklungshelfern gebaut wurde, über den Rio Ixcán und reduziert die Fahrt nach Ixcán von der Hauptstadt Guatemala-City auf ca. 10 Stunden. Früher konnte die Region Ixcán nur auf abenteuerlichen Straßen und meist nur in der Trockenzeit erreicht werden.

Auf dem Höhepunkt des Bürgerkrieges gab es in der Region Ixcán eine große Militärpräsenz. Die indigene Bevölkerung kam oft zwischen die Fronten der Guerillas und des Militärs. Einige der Dörfer wurden von den berüchtigten Zivilpatrouillen mit Billigung der Militärs ausgerottet. Ganze Dörfer flohen damals nach Mexiko und blieben dort in Flüchtlingslagern, bis sie nach den Friedensschlüssen 1994 wieder zurückkehren konnten. Die Wiederansiedlung war trotz vieler Beteuerungen der Regierungen mühsam, nicht zuletzt weil bis heute die besitzrechtlichen Verhältnisse (Grundbucheintragungen) nicht überall geklärt sind.

Dennoch sind mittlerweile die meisten Flüchtlinge zurückgekehrt und haben ihre alten Dörfer wieder aufgebaut. Die Böden sind hier sehr fruchtbar, das subtropische Klima ermöglicht zwei Ernten im Jahr. So haben die Menschen hier trotz Ihrer optisch sehr ärmlichen Lebensweise eine hoffnungsvolle Lebensgrundlage. 

 


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